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Antwortschreiben der Memminger Stadträte auf Rundbrief wegen Fluglärm des Allgäu Airport
Antwortschreiben der Memminger Stadträte auf das
Rundschreiben
Letzte Aktualisierung: 04.03.2011
Stadtratsliste (Stadt Memmingen), Stand: 23.12.2010
Versand e-mail: 02.02.2011
Versand postalisch: 15.02.2011
Eingang am:
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Böckh, Margareta
Börner, Helmut
Abt, Alexander
Barth, Helmuth
Beer, Petra
Bischoff, Günther
Braun, Ulrich
Prof. Dr. Buchberger, Dieter
Courage, Wolfgang
Diefenthaler, Herbert
Dunkenberger, Manfred
Feldmeier, Mechthild
Ferk, Hans
Gotzes, Verena
Gutermann, Stefan
Güttler, Edmund
Werner Häring
Hartge, Michael
Heuß, Albert
Kästle, Thomas
Dr.
Melchinger, Horst
Miller, Josef
Müller, Herbert
Neukamm, Gerhard
Nieder, Wolfgang
Niggl, Hildegard
Rogg, Sabine
Schmölzing, Maria
Prof. Dr.
Schwarz, Josef
Schwarzer, Norbert
Schweiger, Albert
Spitz, Rolf
Standhartinger, Karl
Steiger, Corinna
Dr.
Steiger, Hans-Martin
Such, Fritz
Thrul, Bernhard
Wilhelm, Christiane
Zelt, Hermann
Zettler, Wolfgang
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CSU
FW
ödp
CRB
SPD
FDP
FW
ödp
CRB
GRÜNE
FW
CSU
CSU
SPD
CSU
SPD
SPD
ödp
FW
SPD
ödp
CSU
SPD
CSU
SPD
CSU
CRB
CSU
CSU
CSU
FDP
SPD
CSU
GRÜNE
SPD
CSU
GRÜNE
CRB
FW
CSU
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2. Bürgermeisterin
3. Bürgermeister
Stadtrat
Stadträtin
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadträtin
Stadtrat
Stadträtin
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadträtin
Stadträtin
Stadträtin
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadträtin
Stadtrat
Stadtrat
Stadtrat
Stadträtin
Stadtrat
Stadtrat
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18.02.2011
……………
03.02.2011
12.02.2011
17.02.2011
……………
……………
06.02.2011
12.02.2011
03.03.2011
……………
18.02.2011
18.02.2011
17.02.2011
18.02.2011
17.02.2011
17.02.2011
05.02.2011
19.02.2011
17.02.2011
……………
18.02.2011
17.02.2011
18.02.2011
17.02.2011
18.02.2011
12.02.2011
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18.02.2011
18.02.2011
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17.02.2011
18.02.2011
09.02.2011
17.02.2011
18.02.2011
22.02.2011
12.02.2011
04.02.2011
18.02.2011
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Abt Alexander
( 03.02.2011 )
Ich bin wie sie vielleicht wissen Mitglied im Aktionskreis "Stopp dem Fluglärm,
Kein Flugplatz Memmingerberg".
Ich setze mich seit vielen Jahren gegen diesem Flughafen mit all seinen
negativen Auswirkungen ein.
Ich nehme an, dass dieses Anschreiben an alle Stadträte in Memmingen erging, so
dass ich auf die Antwort von Herrn Prof. Dieter Buchberger, meinem
Stadtratskollegen der ödp Memmingen, verweise. Herr Buchberger engagiert sich in
vorderster Front im oben genannten Aktionkreis und kann sicherlich besser die
momentane Lage zum Flughafen und was dagegen gemacht werden kann und von unserer
Seite auch gemacht wird Stellung nehmen.
Des weiteren kann ich nur auf Frau Gabriela Schimmer-Göresz verweisen, die sich
als Vorsitzende des Aktionkreises gegen den Flugplatz Memmingerberg und als
Vorsitzende des ödp Kreisverbandes Memmingen einsetzt. Ihre Aktivität wird von
meiner Seite aus voll und ganz unterstützt, so dass ich der Hoffnung bin, dass
dieser Flughafen nicht zum dauerhaften Problem für unsere schöne Region wird.
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Hermann Zelt ( 04.02.2011 )
Ihre Situation kann ich sehr gut verstehen. Auch ich wohne ca 600 m weiter
Richtung westen genau in der Einflugschneise. Allerdings haben wir im Gegensatz
zu Ihnen noch die Autobahn in direkter Nachbarschaft (ca 50 m Abstand).
Der Fluglärm ist seit Auflösung des militärischen Flugbetriebes erheblich
angenehmer. Das Flugzeug fliegt vorbei und dann ist wieder für lange Zeit ruhe.
Leider kann ich das von der Autobahn nicht sagen. Die Fahrzeuge fahren zu jeder
Zeit, mal mehr, mal weniger, mal schneller, mal langsamer.
Einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 km/h könnte ich jeder Zeit zustimmen.
Da ich auch zu den Menschen gehöre die moderne Kommunikation und Verkehrstechnik
auch aus beruflichen Gründen benutze, muss ich auch mit gelegentlichen
Einschränkungen durch diese rechnen. (nicht nach dem St. Floriansprinzip) Selbst
oberste Fluglärmgegner wurden schon beobachtet wie sie aus
beruflichen und privaten Gründen schon geflogen sind. Vielleicht waren auch Sie
schon einmal mit einem Flieger im Urlaub, oder mussten beruflich verreisen, wenn
ja dann haben auch Sie irgendjemand belästigt. Sollten Sie einer derjenigen sein
die noch nie geflogen sind wäre Ihr Verhalten und Konsequenz vorbildlich. Leider
kann ich dies, in diesem Fall von mir nicht behaupten.
Sicherlich ist es nicht mein Wunsch auch in der Nacht vom Fluglärm belästigt zu
werden. Jedoch werde ich mich nicht an irgendwelchen Aktionen dagegen
beteiligen.
Da die Stadt Memmingen nicht für die Genehmigung der
Flugzeitenerweiterung zuständig ist wird es vermutlich darüber auch keine
Abstimmung im Stadtrat geben. Sollte der Stadtrat eine Stellungnahme dazu
abgeben müssen werde ich mich sicherlich noch einmal kritisch damit befassen.
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Michael Hartge ( 05.02.2011 )
Die Konversion und das Verhalten der Stadt Memmingen in Fragen des Lärmschutzes
waren die Hauptgründe, die mich bewegt haben, bei der Stadtratswahl 2008 für die
ÖDP anzutreten.
Ich war auch von Anfang an in der BI aktiv. Der "Airport" ist für mich eine
Ausgebuhrt von Größenwahn.
Wieso muss halb Deutschland von einem subventionierten, unsicheren
Billig-Airport über unsere Köpfe in den 2. und 3. Urlaub fliegen?
Meine Meinung zur Betriebszeitverlängerung steht daher fest.
Eine Anfrage von unserem Fraktionsvorsitzendem Herrn Buchberger an den
Oberbürgermeister der Stadt Memmingen zu diesem Thema wurde bisher nicht
beantwortet.
Im letzen Memminger Monat war aber zu lesen, dass Herr Dr. Holzinger sich eine
Betriebszeitverlängerung sehr gut vorstellen kann.
Dieser Aussage wird sich - leider - auch die Mehrheit des Stadtrates
anschließen. In Memmingen passiert nur ganz selten etwas gegen den Willen
unseres OBs.
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Prof. Dr.
Dieter Buchberger ( 06.02.2011 )
Ich kann Ihre Probleme sehr gut nachempfinden und weiß, dass nicht nur Ihre
Familie unter dem Flughafen leidet, sondern auch noch viele viele andere
Familien und auch Einzelpersonen.
Leider ist davon auszugehen, dass der Stadtrat der Stadt Memmingen einer
Flugzeitverlängerung zustimmt, denn unser Oberbürgermeister wird dies – letzten
Medienberichten nach zu urteilen – wohl auch vorschlagen. Leider wurden die
Stadträte bei der letzten Entscheidung mit unrichtigen Informationen versorgt
und werden dies wohl auch diesmal wieder. Sogar der Verwaltungsgerichtshof in
München wurde von den Flughafenbefürwortern mit falschen Informationen versorgt
und traf seine Entscheidung auf Basis einer falschen Faktenlage. Bezüglich der
Wirtschaftlichkeit wurde ein Gutachten vorgelegt, dass mit 318.000 Passagieren
Gewinne erzielt werden können. Wenn dies wahr ist, so ist nicht einzusehen, dass
zu Gunsten der Gewinnmaximierung Menschen um ihren Schlaf gebracht werden. Die
Liste der Falschaussagen ließe sich noch sehr lange fortsetzen (keine
Umgehungsstraße nötig, Parkplätze reichen, weniger als eine
Flugzeitüberschreitung pro Woche, …).
Meine Fraktion und ich werden wie in der Vergangenheit mit Fakten gegen die
Falschaussagen der Flughafenbefürworter vorgehen. Doch es steht zu befürchten,
dass viele Stadtratskollegen nicht nach Fakten urteilen oder vielleicht auch
nicht in der Lage sind etwas komplexere Dinge zu verstehen.
Ich möchte nochmals kurz an einige Dinge der Vergangenheit erinnern.
Der Stadtrat hat sich in einer Resolution gegen einen Verkehrsflughafen, gegen
einen Regionalflughafen und gegen einen Frachtflughafen ausgesprochen.
Nun haben wir einen regionalen Verkehrsflughafen, auf dem in Anfängen auch
bereits Fracht transportiert wird.
Der Stadtrat hat sich dafür ausgesprochen, dass die Lärmentwicklung am
Wochenende das Maß während des Militärflugs nicht überschreiten soll.
Nun haben wir am Wochenende wohl ca. 10 Mal so viel Lärm wie früher bedingt
durch die vielen Schulungsflüge und die weitaus lauteren Maschinen
Der Stadtrat hat sich dafür eingesetzt, dass mit 18 Mio Euro Gesamtinvestitionen
die vorhandene Infrastruktur genutzt werden soll.
Nun wurden bereits weit über 20 Mio ausgegeben und weitere 15 Mio stehen an.
Schätzungen von Sachverständigen gehen allerdings davon aus, dass noch weit über
100 Mio nötig sind. Für den Baden Airport, wurde nach dessen zweiter
Beinahe-Insolvenz von der BaWü-Regierung ein Gutachten in Auftrag gegeben, das
Gesamtinvestitionen von über 200 Mio ermittelte. Der heute am Memminger Airport
beschäftigte Geschäftsführer Schmid wechselte zu dieser Zeit vom Baden Airport
nach Memmingen. Offensichtlich hat er aus seiner Geschichte nichts gelernt.
Die Memminger Bürger haben im Bürgerentscheid festgelegt, dass keine
Betriebskosten für den Flughafen von der Stadt Memmingen übernommen werden
sollen.
Nun aber finanzieren die Memminger Bürger die Marketingzuschüsse an die
Fluggesellschaften über unsere Beteiligung bei Allgäu Marketing.
Der Stadtrat hat im Beschluss festgezurrt, dass auch wirtschaftliche Probleme
nicht zur Ausweitung der Flugzeit führen dürfen.
Nun soll eine Ausweitung der Flugzeiten aus wirtschaftlichen Gründen
stattfinden.
Diese Woche hat der Airport in Weeze seinem Landkreis die Zahlungsunfähigkeit
bezüglich der Zinsen für ein Darlehen angezeigt. Dieses Darlehen des Landkreises
beträgt 34 Mio Euro. Die Tilgung des Darlehens wurde bereits letztes Jahr wegen
Zahlungsunfähigkeit für 6 Jahre ausgesetzt. Auch 3 Mio Passagiere im Jahr
reichen nicht für einen kostendeckenden Betreib eines Ryanair-Flughafens.
Von diesen Beispielen könnte man noch weitere aufzählen. Allein letztes Jahr gab
es etwa 5 Pleiten von Regionalflughäfen.
Das Bundesland mit der höchsten Flughafendichte - Mecklenburg-Vorpommern – steht
wirtschaftlich in Deutschland am schlechtesten da. Die Behauptung, dass ein
Flughafen die Wirtschaft nach vorne bringe entbehrt fast aller Grundlagen.
Sollte es z.B. der Stadt Leipheim gelingen ihren stillgelegten Flughafen durch
ein Großkraftwerk nachzunutzen, so dürfte dies ein Vielfaches an Wachstum und
steuern generieren, wie der Airport in Memmingen.
Ich bin im Vorstand der Bürger gegen Fluglärm aktiv und Mitglied der
Fluglärmkommission. In dieser Eigenschaft werde ich mich mit den mir zur
Verfügung stehend legalen Mitteln gegen eine Ausweitung des Flugbetriebs zur
Wehr setzen. Dies bedeutet wahrscheinlich auch diesmal wieder den Gang vor den
VGH in Bayern und – sofern möglich – vor das Bundesverwaltungsgericht in
Leipzig.
Schon vor 7 Jahren haben wir ein Nachnutzungskonzept entwickelt und auch durch
eines unserer Mitglieder einen Kaufantrag für das Gelände gestellt. Es gab
bereits schriftliche Zusagen für Beteiligungen an einer Entwicklungsgesellschaft
und eine Reihe von Firmen aus der Branche der regenerativen Energien bekundete
ihre Bereitschaft auf dem Flughafen zu investieren. Unser Konzept sah auch eine
Forschungseinrichtung in diesem Bereich vor. Gespräche hierzu wurden bereits
geführt und ich bin sicher, das wir heute bereits die Außenstelle einer
Hochschule auf dem Konversionsgelände hätten.
Sie sehen, wir wollen nicht nur verhindern sondern verbessern.
Derzeit beträgt der Ausstoß an CO2 bedingt durch den Memminger Flughafen ca.
200.000 Tonnen ohne Anreiseverkehr. Um diese 200.000 Tonnen mit Solarenergie zu
neutralisieren (zur CO2-Reduktion sind wir durch EU-Beschlüsse gebunden) geben
wir jährlich rund 100 Mio Euro für das EEG aus. D.h. der Flughafen kostet nicht
nur die direkten Subventionen, sondern auch noch das Geld zur Neutralisation des
CO2.
Ich hoffe ich konnte Ihnen ausreichend darlegen, warum ich gegen den Ausbau des
Flughafens bin.
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Corinna Steiger ( 09.02.2011 )
wie Sie sicher wissen, sind wir Grünen im Stadtrat von Anfang an gegen diesen
Flughafen gewesen und haben alles versucht, ihn zu verhindern. Leider sind wir
Grünen, wie auch die Stadträte der ÖDP und einzelne Vertreter von SPD und CSU,
damals und auch später immer wieder überstimmt worden. Auch der Einsatz unserer
Landtagsabgeordneten war erfolglos. Wann immer es im Stadtrat um den Flughafen
geht, sind wir auf der Seite der Fluglärmgegner. Aber es ist das Wesen der
Demokratie, dass die Mehrheit das Sagen hat. Bitte wenden Sie sich mit
Ihren berechtigten Beschwerden an die Stadträte von CSU, FDP und SPD und an den
Oberbürgermeister. Diese haben den Flughafen gewollt und haben den Einfluss. Wir
Grünen sind hier leider machtlos!
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Wolfgang Courage [Antwort für die CRB-Fraktion] (10.02.2011)
{Inhaltliche Zusammenfassung}
[Die Fraktion will den Sachverhalt prüfen. Einer Veröffentlichung auf dieser
Website wird nicht zugestimmt]
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Werner Häring [Antwort für die SPD-Fraktion] (17.02.2011)
Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 13.02.2011 und die von Ihnen geschilderten Beobachtungen.
Wir haben den Inhalt Ihrer Ausführungen in unsere Fraktionsitzung besprochen.
Wir dürfen Ihnen mitteilen, dass wir uns sehr intensiv mit der von Ihnen aufgeführten
Problematik beschäftigen und den Inhalt im Rahmen der nächsten Sitzung der Lärmschutzkommission zur Diskussion stellen.
Die Unterlagen für das Planfestellungsverfahren sind im Stadtrat noch nicht zur Behandlung gekommen.
Wir werden uns auf jeden Fall für Einhaltung der bisherigen Zusagen einsetzen.
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Stefan Gutermann [Antwort für die CSU-Fraktion] (18.02.2011)
{Inhaltliche Zusammenfassung}
[Verweis auf rechtsstaatliches Verfahren bei der Genehmigung des Airports und die Zuständigkeit des Luftamt Südbayern
für die Einhaltung der Auflagen der Airport Betreiber. Notwendigkeit eines Planfeststellungsverfahrens bei einer
Ausdehnung der Betriebszeiten und einer Anhörung der Stadt Memmingen in diesem Verfahren. Einer Veröffentlichung
des zugegangenen Schreibens auf dieser Website wird nicht zugestimmt]
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Albert Heuß (19.02.2011)
Vielen Dank für Ihr Schreiben. Die FW-Fraktion kann über den von Ihnen
angesprochenen Sachverhalt erst bei der nächsten Fraktionssitzung am 1.
März 2011 diskutieren. Gerne wüßte ich aber von Ihnen, wie lange Sie schon im
Hoppenriedweg wohnen und wenn Sie dort schon zu Zeiten des Nato-Flugplatzes
waren, in welchem Verhältnis die jetzige Lärmbelästigung zu der damaligen steht.
{Antwortschreiben
- 24.02.2011}
(02.03.2011)
Die Fraktion der Freien Wähler sieht sich leider nicht in der Lage - mangels
Zuständigkeit - etwas an Ihrer Situation zu ändern. Wir werden aber in Zukunft
die Angelegenheit weiter beobachten und verfolgen und wären Ihnen dankbar, wenn
Sie uns über eventuelle Änderungen informieren würden. Einer Verlängerung der
Flugzeit bis 23.00 Uhr würde ich nicht zustimmen.
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Bernhard Thrul (21.02.2011)
Die von Ihnen geschilderten Zustände sind hanebüchen. Sie stimmen aber genau mit den von mir schon vor Jahren geäußerten Erwartungen überein, als es noch um die Genehmigung eines Zivilflughafens ging.
Es war mir jederzeit klar, dass sich die Fluggesellschaften, die Flugzeugbesatzungen und auch die Betreiber des Flughafens Memmingen überhaupt nicht um Auflagen scheren würden.
Und die Funktion des Luftamts Süd ist es ja nicht, die von Lärm betroffene Bevölkerung zu schützen, sondern für den Flugverkehr günstige Bedingungen herzustellen.
So wie Sie die Situation schildern, muss sich der Stadtrat mit den von Ihnen aufgeworfenen Fragen beschäftigen. Darüber hinaus hielte ich auch ein Engagement des Kinderschutzbundes für wünschenswert und angemessen.
Bei der Frage der Schallpegelmessungen kann ich nicht umhin, von einer klaren Pflichtverletzung durch die Flughafenbetreiber zu sprechen. Wie in A.II.3.4 der Änderungsgenehmigung nachzulesen ist (Ihre Anlage 2), ist diese Messung zwingend vorgeschrieben. Daneben ist auch die Rolle des Luftamts Süd kritisch zu sehen, die offensichtlich die Missachtung durch die Flughafenbetreiber toleriert.
Soweit es in meiner Macht steht, werde ich mich dafür einsetzen, dass sich die örtliche Fluglärmkommission mit dem Sachverhalt beschäftigt.
Zur Frage der Ausdehnung des regulären Flugbetriebs bis 23 Uhr (und übrigens in Sonderfällen noch darüber hinaus) gibt es von mir ein klares Nein. Meines Erachtens ist die bisher genehmigte Uhrzeit (22 Uhr) schon deutlich zu spät. Kinder sollten da nämlich längst schlafen (und bitte nicht wegen eines Flugzeugs wieder aufwachen).
Die Rücksichtslosigkeit vieler UnternehmerInnen, EntscheidungsträgerInnen und MandatsträgerInnen überrascht immer wieder. In Sonntagreden werden Kinder als hohes Gut bezeichnet und im realen Leben kümmert man sich überhaupt nicht um dieses „hohe Gut“.
Leider kann ich Ihnen nicht allzu viel Hoffnung auf eine Besserung Ihrer Situation und der Ihrer Kinder machen.
Sie werden mit der kalten Enteignung Ihrer Immobilie aufgrund des unzumutbaren Lärms leben müssen.
Solange wichtige Personen in der Öffentlichkeit das hohe Lied auf den klimafeindlichen Flugverkehr singen, Institutionen wie die IHK oder Tourismusverbände die vermeintliche Notwendigkeit des Flugplatzes in der Zeitung ausbreiten dürfen und Landkreise, der Tourismusverband und die bayerische Staatsregierung jedes Jahr Millionen geben (die übrigens von Ihnen und mir durch die Steuern aufgebracht werden), habe ich wenig Hoffnung für Ihre Familie und die weitere lärmgeplagte Bevölkerung in Memmingen und Umgebung.
Wie vielen anderen bleibt mir nur die Hoffnung darauf, dass auch die bayerische Staatsregierung irgendwann einsieht, dass der Flughafen Memmingen ein andauerndes Draufzahlgeschäft ist und sie ihre Zahlungen einstellt. Dann hätten wir Memminger ein deutlich lebens- und liebenswerteres Umfeld. Darauf arbeite ich hin.
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Diefenthaler, Herbert (03.03.2011)
Vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie so anschaulich beschrieben haben, wie Sie und insbesondere Ihre Kinder unter dem Fluglärm des "Allgäu Airports" leiden.
Genau diese Belastungen, welche die Gesundheit gefährden, waren einer der Gründe, warum ich mich schon immer im Memminger Stadtrat gegen diesen Flugplatz eingesetzt habe (bereits seit den 90er Jahren, als klar war, dass nach der Auflösung des "Warschauer Paktes" eine weitere militärische Fliegerei dort sinnlos geworden war).
Andere Gründe sind die Gefährdungen der Umwelt (der Luftverkehr ist die klimaschädlichste Art des Reisens), die Verlärmung und Entwertung unseres Lebensraums, die Verschleuderung von Steuergeldern, die wir anderswo dringend bräuchten (etwa für die Bildung oder die Förderung umweltverträglicher Energieerzeugung).
Dieser Flugplatz ist - wie alle vergleichbaren Regionalflughäfen - wirtschaftlich ein Desaster und wird sich auch bei steigenden Benutzerzahlen nicht selbst tragen. Er wird auch nur noch von Billigfliegern wie Ryanair genutzt.
Die Betreiber versuchen mit allen Mitteln, diese Tatsache zu verschleiern und uns "Erfolge" vorzugaukeln.
Leider haben sie dabei genug Handlanger, angefangen von unserem Oberbürgermeister ebenso wie großen Teilen des Stadtrates (sie brauchen nur die Stadtratsprotokolle zu den Debatten um die Frage "Weiterer Flugbetrieb oder Konversion?" nachzulesen) wie auch der Memminger Zeitung oder TV Allgäu.
Nachdem die MemmingerInnen im Bürgerentscheid eine finanzielle Beteiligung an den Betriebskosten abgelehnt haben, haben OB und die große Mehrheit des Stadtrates keine Skrupel, die (Steuer-)Gelder für die Allgäuer Regional- und Investitionsgesellschaft mbH (früher Allgäu-
Initiative) zur Unterstützung eben dieses Flughafens auszugeben.
Was kann man dagegen tun?
Aktuell zu der beantragten Flugzeitverlängerung (im aktuellen Antrag der Flughafenbetreiber bis 23.30 Uhr) haben wir Grünen im Stadtrat am 9.12.2010 den Antrag gestellt, die beantragte Ausweitung der Flugbetriebszeiten abzulehnen. Außerdem soll sich der OB aktiv beim Luftamt Süd für eine Ablehnung des Betreiber-Antrags einsetzen.
Unser Antrag ist vom OB dem Stadtrat bisher noch nicht zur Entscheidung vorgelegt worden. Den genauen Text unseres Antrags finden Sie verlinkt auf der Internetseite http://www.gruene-memmingen.de/ unter dem Punkt "Allgäu-Airport".
Jede(r) Bürger(in) kann
- den StadträtInnen ins Gewissen reden, damit sie endlich im Sinn der Lebensqualität entscheiden
- bei zukünftigen Wahlen KandidatInnen wählen, die sich entsprechend engagieren
- der Initiative "Bürger gegen Fluglärm" beitreten und/oder sie finanziell unterstützen
- vor allem durch ihr/sein eigenes Verhalten mit gutem Beispiel
vorangehen: Diesen "Fluch-Hafen" nicht benutzen und auch Andere zu dieser Entscheidung ermutigen.
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